Gesundheitsschuhe für den Sommer


 

Inhaltsverzeichnis

Wie müssen seniorengerechte Schuhe sein?

Wie sich Sommerhitze auf Füsse und Beine auswirkt

Welche Schuharten für den Sommer gibt es?

Worauf Sie beim Kauf von Sommerschuhen achten sollten

Gesundheitsschuhe für die warme Jahreszeit

Zu einem gelungenen Sommeroutfit gehören bequeme Sommerschuhe, ob beim Spaziergang, beim Einkaufsbummel oder beim Wandern. Dabei sollen sie modisch aussehen, aber vor allem auch gesundes und schmerzfreies Laufen ermöglichen. Worauf Sie beim Kauf von Sommerschuhen achten sollten, erfahren Sie hier.


 

Wie müssen seniorengerechte Schuhe sein?


Mit Beschwerden beim Laufen, Gehen und Stehen haben mit zunehmendem Alter oder aufgrund von Fußproblemen leider viele Menschen zu kämpfen. Dies führt bei einigen Personen dazu, dass sie nicht mehr gern draußen unterwegs und aktiv sind. Manchmal kann aber schon das richtige Schuhwerk eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität herbeiführen. Passgenaue Schuhe sind ein wichtiger Faktor für Gesundheit und Wohlbefinden. Damit Sie nicht nur mobil und gut zu Fuss, sondern auch modisch unterwegs sind, gibt es besondere Schuhe, die den Bedürfnissen Ihrer Füsse entgegenkommen.

Schuhe für ältere Menschen müssen also besondere Kriterien erfüllen. Dazu zählen die folgenden Merkmale:


 

Schuhweite

Im Alter kann sich die Form des Fusses noch verändern. Dazu können auch Erkrankungen wie Diabetes oder Rheuma beitragen. Zudem werden Füsse im Laufe der Zeit empfindlich gegen Druckstellen. Schuhe für Damen und Herren in den besten Jahren sind daher oft weiter geschnitten als der "normale" Standardschuh. Typisch sind die Bequemschuhweiten H, J, K und L. Diese sind speziell für Füsse gedacht, die viel Platz benötigen. In solchen Schuhen wird das Laufen für Sie deutlich bequemer und angenehmer und Sie können Blasen oder Hühneraugen vorbeugen.

Kurzüberblick über gängige Schuhweiten

  • Normale Füsse ⇒ Weite G
  • Breite Füsse ⇒ Weite H
  • Füsse mit Überbreite ⇒ Weite J
  • Sehr kräftige Füsse ⇒ Weite K
  • Bandagierte Füsse ⇒ Weite L

 

Fussbett und Einlegesohle

Guter Halt im Schuh ist wichtig, besonders für ältere Menschen. Seniorenschuhe sind daher mit einem weichen Fussbett ausgestattet, das bequemes Laufen ermöglicht. Wechselbare Einlegesohlen erhöhen den Komfort in seniorengerechtem Schuhwerk zusätzlich. Das gilt auch für Sommerschuhe. So sind auch Sandalen mit wechselbarem Fussbett erhältlich. Falls Sie Einlegesohlen verwenden, die speziell für Ihren Fuss angefertigt wurden, dann sind diese Sommerschuhe für Sie eine Empfehlung.


 

Verschluss

Die Verschlüsse Ihres Sommerschuhs sollten leicht zu öffnen und wieder sein. Bewährt haben sich hierfür Klettverschlüsse, die auch eine individuelle Einstellung der Passform der Schuhe ermöglichen. Das ist auch für Personen von Vorteil, die einen recht hohen Fussspann haben. Aber auch die klassische Schnürung finden Sie häufig bei Seniorenschuhen. Bei Sommerschuhen für Damen sorgt häufig ein Fersenriemen dafür, dass der Schuh sicher am Fuss sitzt.


 

Sohle

Eine rutschhemmende Laufsohle kann den Halt erhöhen. Die dämpfenden Eigenschaften der Sohle und ein Schockabsorber an der Ferse machen den Schritt federnd, leicht und sorgen außerdem für Druckentlastung beim Laufen.


 

Wie sich Sommerhitze auf Füße und Beine auswirkt


Sommer, Sonne, Sandalenzeit! Wenn es sehr heiß ist, greifen Sie zu luftiger Kleidung und leichten Schuhen. Ihre Füsse bekommen damit ebenfalls ein paar Sonnenstrahlen ab. Was viele nicht wissen: Auch Füsse reagieren empfindlich auf die hohen Temperaturen der warmen Jahreszeit. Die Fusssohlen sind mit zahlreichen Schweißdrüsen versehen. Gerade an heißen Tagen können die Füsse daher sehr stark schwitzen, besonders, wenn sie in geschlossenen Schuhen stecken.

Wichtig: Sommerschuhe sollten daher unbedingt luftdurchlässig und aus atmungsaktivem Material gefertigt sein.

 

Hitze kann zudem auch dazu führen, dass Ihre Füße anschwellen. Vor allem Frauen sind aufgrund des schwächeren Bindegewebes häufiger davon betroffen. Die Venen können sich bei Hitze erweitern, sodass die Venenklappen nicht mehr richtig schließen. Infolgedessen fließt mehr Blut zurück in die Beine. Längeres Stehen kann daher im Sommer zu geschwollenen Füßen und Beinen führen.

Diese Besonderheiten Ihrer Füße sollten Sie beim Kauf von neuen Sommerschuhen ebenfalls mit bedenken. Folgende Eigenschaften sollten seniorengerechte Sommerschuhe also mitbringen:

  • bequeme Weite
  • rutschhemmende, dämpfende Laufsohle
  • rutschhemmende Einlegesohle
  • Wechselfussbett
  • luftdurchlässiges, atmungsaktives Obermaterial, z. B. Leder oder Leinen
  • verstellbare Verschlüsse wie Klettverschluss, Schnürung oder Fersenriemen

 

Welche Schuharten für den Sommer gibt es?



 

 

Sandalen

  • typischer Sommerschuh für Damen und Herren
  • luftige und leichte Schuhe
  • flache Sohle ohne Absatz oder mit kleinem Absatz, die mit einem Riemen am Fuß befestigt ist
  • große Auswahl an Varianten, u. a. für Trekking oder Strand
  • passen zu Sommerkleidern, Röcken und kurzen Hosen

 

 

Schnürschuhe

  • geschlossener Schuh für Damen und Herren
  • große Materialauswahl, u a. Leder, Leinen und Baumwolle
  • Anpassung der Weite durch Schnürsenkel
  • sportlicher bis eleganter Stil
  • vielseitig kombinierbar

 

 

Ballerinas

  • geschlossener Damen-Schuh mit flacher Sohle
  • runde Form
  • Schlupfschuh
  • vielseitig kombinierbar

 

 

Pantoletten

  • luftiger Schlupfschuh für Damen
  • breiter Riemen, zum Teil verstellbar durch Schnalle oder Klettverschluss
  • freie Ferse
  • zum Teil freie Zehen
  • flach oder mit kleinem Absatz
  • passt gut zu Sommerkleidern und Röcken

 

 

Pumps

  • klassischer Damenschuh
  • Schlupfschuh
  • kleiner Absatz, etwa zwischen 3 und 9 Zentimetern
  • verschiedene Absatzformen (Blockabsatz, Pfennigabsatz, usw.)
  • vielseitig kombinierbar

 

 

Slipper

  • Oberbegriff für Schlupfschuhe für Damen und Herren
  • sowohl mit kleinem als auch ohne Absatz
  • große Auswahl an Schuharten
  • vielseitig kombinierbar

 

Worauf Sie beim Kauf von Sommerschuhen achten sollten


1. Passform

Damit der Schuh beim Laufen nicht drückt, sollte er etwa eine Daumenbreite länger sein als der Fuss. Das bedeutet: Zwischen Zehen und Schuhrand muss ein Daumen Platz haben, dann hat der Fuß beim Abrollen genug Platz. Neben der Schuhlänge trägt zudem auch die Schuhweite zur bequemen Passform bei, nicht nur bei Seniorenschuhen. So müssen die Sommerschuhe auch dann genug Platz bieten, wenn die Füße an heißen Tagen anschwellen. Empfehlenswert sind hierfür auch Klettschuhe wegen ihrer verstellbaren Verschlüsse.

Tipp: Nicht nur im Sommer schwellen Füße an, sondern oft auch im Laufe des Tages. So kann ein Schuh, der morgens noch einwandfrei passt, abends schon unbequem sein. Planen Sie einen Schuhkauf mit Anprobe daher am besten am Nachmittag oder in den frühen Abendstunden ein. Dann spüren Sie, ob sie sowohl in der Länge als auch in der Breite ideal passen.


 

2. Material

Das Obermaterial und das Futter Ihrer neuen Sommerschuhe sollten unbedingt luftdurchlässig und atmungsaktiv sein. Typische Materialien für Sommerschuhe sind Leder, Leinen und Baumwolle. Bei Sandalen ergibt sich die Luftdurchlässigkeit bereits durch ihre offene Form. Bei geschlossenen Sommerschuhen empfehlen Experten, auf echtes Leder zu setzen. Es ist robust und passt sich schnell an die Form Ihres Fußes an. Außerdem überzeugt Echt-Leder durch wasserabweisende und atmungsaktive Eigenschaften. Schuhe aus echtem Leder sind jedoch oft recht kostspielig. Hinzu kommt, dass das Material bei Schuhen für sehr heiße Tage zu fest und "schwer" wirken kann, besonders, wenn es sich um geschlossene Schnürschuhe handelt. Eine empfehlenswerte Alternative sind dann leichte Halbschuhe aus Leinen und Baumwolle. Auch Flechtschuhe mit ihrer flexiblen Passform bieten eine stärkere Luftdurchlässigkeit als Schuhe mit kompakter Oberfläche.

Obermaterial für Sommerschuhe auf einem Blick

  • Leder: robust, anpassungsfähig, atmungsaktiv, feuchtigkeitsregulierend
  • Leinen: atmungsaktiv, luftdurchlässig, langlebig
  • Baumwolle: atmungsaktiv, luftdurchlässig, strapazierfähig, hautverträglich

 

3. Außensohle

Typisch für seniorengerechte Schuhe sind flache Sohlen. Luftpolster und andere Dämpfungstechnologien sorgen für einen leichten, unbeschwerten Gang. Abgerundete Ränder verhindern, dass Sie versehentlich stolpern. Eine besondere Sohlenform, mit der einige Gesundheitsschuhe ausgestattet sind, ist die leicht gebogene Rollsohle. Diese Spezialform kann die Wirbelsäule entlasten und die Haltung verbessern. Allerdings kann diese Rundung beim Laufen zunächst etwas gewöhnungsbedürftig sein.


 

4. Wechselfußbett

Im Inneren sollten die Seniorenschuhe weich ausgepolstert sein. Vorsicht bei vielen Nähten – diese können bei empfindlichen Füßen zu Druckstellen oder Hautverletzungen durch Reibung führen. Ein ergonomisch geformtes Fußbett ermöglicht bequemes und beschwerdefreies Laufen. Empfehlenswert sind Schuhe mit austauschbarem Fußbett. Wer eigene Einlegesohlen besitzt, die speziell an seine Füße angepasst sind, kann diese in den neuen Sommerschuhen verwenden. Manche Gesundheitsschuhe sind im Inneren mit einer antibakteriellen Beschichtung versehen. Diese sorgt für Hygiene im Schuh und erhöht den Tragekomfort.


 

5. Schuhform & Design

Für Damen ist der Absatz ein wichtiger Faktor beim Schuhkauf. Ein Absatz verlängert optisch die Beine und gibt dem Outfit mehr Eleganz. Trotzdem kann ein flacher Schuh manchmal die bessere Wahl sein. Bei Fußfehlstellungen wie dem verbreiteten Ballenzeh (Hallux valgus) oder einem Spreizfuß kann schon ein kleiner Absatz für unangenehme Beschwerden im Vorderfußbereich sorgen. Flache Ballerinas sehen ebenfalls elegant und feminin aus. Ein Büro-Outfit können auch sommerliche Leinen-Schnürschuhe mit flacher Sohle vervollständigen. Insgesamt gibt es viele seniorengerechte Sommerschuhe mit flacher Sohle, die sowohl modisch als auch bequem sind.

Wenn es ein Sommerschuh mit Absatz sein soll, dann entscheiden Sie sich für ein Modell, das dem Fuß in Länge und Breite ausreichend Platz bietet. Schuhe in der Bequemweite H sind empfehlenswert. Der Absatz sollte nicht höher als etwa 45 Millimeter sein. So haben die Zehen in dem weichen, breiten Fußbett genug Platz und werden nicht belastet. Ein Klettverschluß ist ein praktisches Detail, weil Sie darüber die Passform der Sandale individuell einstellen können.

Zu sommerlicher Mode passen selbstverständlich Sandalen in hellen Farben wie Weiß, Beige oder Taupe. Aber auch ein kräftiges Bordeaux-Rot oder kühle, frische Blautöne können Ihren Sommerlook ergänzen.


 

Gesundheitsschuhe für die warme Jahreszeit


Gesundheitsschuhe sind nicht einfach eine Schuhart, die neben Sandalen, Schnürschuhen oder Sportschuhen besteht. Es ist vielmehr so, dass es einige Schuharten auch als Gesundheitsschuh bzw. Bequemschuh gibt.

Diese Modelle zeichnen sich durch eine bequeme Passform und Komfortweite aus. Typisch ist ebenfalls ein breites und meist ergonomisch geformtes Fußbett, welches den Fuß stützen und Fehlhaltungen ausgleichen kann. Die Füße haben in den gemütlichen Schuhen also ausreichend Platz, sodass Druckstellen oder Beschwerden wie Hühneraugen, Blasen oder Ähnlichem entgegengewirkt wird. Als Obermaterialien kommen hochwertige, atmungsaktive Stoffe zum Einsatz. Häufig wird echtes Leder verarbeitet, aber auch atmungsaktive, strapazierfähige Synthetikstoffe wie Mikrofaser oder Mesh sind gut geeignet. Eine rutschhemmende Außensohle gehört ebenfalls zur Ausstattung der Schuhe dazu. Damit sind diese Schuhe nicht ausschließlich für Senioren gedacht, sondern für alle, die gesund gehen und stehen möchten.

Damenschuhe wie Sandalen, Ballerinas oder Slipper sind also auch als Gesundheitsschuhe für den Sommer in verschiedenen modischen Designs erhältlich.

Mehr im medizinischen Bereich sind hingegen die Therapieschuhe für Damen und Herren zu sehen. Diese sind für Menschen konzipiert, die an starken Fußfehlbildungen wie Hallux valgus oder Hammerzehen leiden sowie für Personen, die an Arthrose oder Diabetes erkrankt sind. Zudem werden sie als Schuhwerk zur Behandlung nach Fußoperationen oder nach Unfällen genutzt.


 

Was ist der Unterschied zwischen Gesundheitsschuhen und Fitnessschuhen?

Gesundheitsschuhe sind orthopädische Schuhe für den Alltag. Sie sorgen dafür, dass Ihre Füße beim Gehen und Stehen eine gesunde Haltung einnehmen. Das heißt, sie geben den Füßen bei der Bewegung die notwendige Stütze und können Fehlhaltungen ausgleichen. Dazu sind sie mit ergonomisch geformten Einlagen und gedämpften Sohlen ausgestattet. Auch die Schuhweite ist bei diesen Schuhen oft breiter als bei Standardschuhen. Dadurch haben die Füße genügend Platz bei der Bewegung und werden auch beim Gehen nicht gedrückt. Damit sind Gesundheitsschuhe auch eine Empfehlung für Diabetiker, die infolge der Erkrankung an empfindlichen Füßen leiden. Störende Schuhnähte oder schmale Schuhe können bei ihnen schnell zu schmerzhaften Druckstellen und anderen Verletzungen führen.

Fitnessschuhe gehören dagegen zur Kategorie Sportschuhe. Sie sind vor allem für Workouts und Krafttraining im Fitnessstudio gedacht. Weil bei einigen Sportarten ein guter Bodenkontakt wichtig ist, besitzen Fitnessschuhe in der Regel flache Sohlen ohne dämpfende Luftpolster.


 

Sind Gesundheitsschuhe wirklich besser für die Füße?

Gesundheitsschuhe bieten für den Fuß viele Vorteile. Sie stützen den Fuß, dämpfen die Schritte und sind weit und bequem. Insgesamt sorgen Gesundheitsschuhe dafür, dass der gesamte Bewegungsapparat beim Laufen weniger belastet wird. Menschen, die im Beruf oder im Alltag viel stehen und gehen, sind mit Gesundheitsschuhen gut beraten. Wer an Fußfehlstellungen wie einem Knick-Senk-Fuß leidet, hat mit Schuhen aus dem Standard-Sortiment oft Schwierigkeiten und freut sich über ein bequemes Laufen in den weiten Gesundheitsschuhen.

Die Therapieschuhe sind in erster Linie für Menschen gedacht, die an Diabetes oder anderen Fußerkrankungen leiden.